Menü

Mach dich Mal Locker – Stressfaktor Alltag

Autor
Rouven Büker

Teilen

Mach dich Mal Locker – Stressfaktor Alltag

Zeitdruck, Konflikte, Zukunftsängste, Reizüberflutung – alles Faktoren, die bereits beim Lesen unseren Blutdruck in die Höhe schnellen lassen. Im Job gehört Stress für viele schon zum guten Ton. Wer gestresst ist, erhält Aufmerksamkeit, Anerkennung und Respekt von den Kolleg*innen und Vorgesetzten. Aber auch außerhalb der Arbeit gönnen wir uns oft keine Ruhephasen mehr. Stattdessen wird der Feierabend für all die anderen Dinge genutzt, die doch irgendwie erledigt werden müssen. Wir sollten mal wieder unsere Eltern anrufen, hatten uns für einen Spieleabend mit den Freund*innen verabredet und der Kindergeburtstag muss auch noch geplant werden. Der zusätzliche »Freizeitstress« lässt uns am Abend definitiv erschöpft, aber alles andere als entspannt ins Bett fallen.

Unser Alltag – das Mammut der Neuzeit

Wenn wir gestresst sind, versetzt sich unser Körper regelrecht in Alarmbereitschaft und schüttet eine ganze Menge an Hormonen aus. Adrenalin und Cortisol lassen dann Blutdruck und Puls steigen, das Herz schlägt schneller und unsere Muskeln spannen sich an. Durch die Stresshormone erhalten wir zusätzliche Energie, durch die wir schnell agieren können. Diese körperliche Reaktion ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als unsere Vorfahren vor wilden Tieren flohen oder sich für den Kampf bereit machten. Wir müssen heutzutage zwar kein Mammut mehr erlegen, dafür schlagen wir uns mit Beruf, Familie und einem vollgepackten Alltag herum.

Freund oder Feind?

Natürlich ist Stress per se nichts Schlechtes. Er treibt uns zu besseren Leistungen an, macht uns motivierter und aufmerksamer. Eustress nennen Expert*innen die Art von Stress, den wir empfinden, wenn wir etwa eine Party organisieren, eine Aufgabe im Job erledigt haben oder uns für ein langersehntes Date fertigmachen. Eustress kann uns beflügeln, während sein Gegenspieler Distress uns zuweilen verzweifeln lässt. Gefährlich wird es dann, wenn uns die Entspannungsphasen fehlen, wir uns ständig überlastet fühlen und wir das negative Gefühl einfach nicht loswerden. Die Folgen können Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herz-Kreislauf-Beschwer- den, Durchfall und viele weitere Symptome sein.

Zwischen Bio-Tee, Massagen, Zigaretten und Co.

Unsere Vorfahren begegneten Gefahr mit Kampf oder Flucht. Nun können wir heute nicht mit Gewalt auf eine Auseinandersetzung mit unseren Kolleg*innen reagieren oder vor dem anstehenden Kindergeburtstag einfach wegrennen. Der moderne Mensch sucht sich deshalb neue Ventile, um dem Stress entgegenzutreten – und setzt dabei allzu oft auf die falschen Mittel. Die Zigarette nach einem langen Arbeitstag soll beruhigen, das Gläschen Wein die Nerven entspannen und eine Tafel Schokolade die Seele heilen. Dabei wissen wir schon lange, dass vor allem Alkohol und Tabak nicht gerade die nötige Entspannung hervorrufen. Sie beeinträchtigen den Schlaf, machen uns nervöser und im schlimmsten Fall sogar süchtig. Andere setzen wiederum auf teure Massagen, literweise Kräutertees oder warten auf den langersehnten Urlaub. Alles nur Lösungen auf Zeit.

Mit vollem Körpereinsatz

Statt auf vielversprechende Produkte sollten wir mehr auf uns selbst setzen. Denn die Lösung gegen Stress war für unsere Vorfahren die gleiche wie für uns. Wir müssen uns ein Gefühl von Sicherheit schaffen. Nur damit können wir den Stresszyklus durchbrechen und in einen Zustand echter Entspannung kommen. In unseren »Großen 5 gegen Stress« zeigen wir dir, wie du in Zukunft einen kühlen Kopf bewahrst und deinen Alltag effektiv entstressen kannst: mit der richtigen Einstellung und vollem Körpereinsatz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.