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Klatschen reicht nicht. AWO fordert mehr Anerkennung für Pflegekräfte

Klatschen reicht nicht. AWO fordert mehr Anerkennung für Pflegekräfte

Die Corona-Krise zeigt besonders, wie wichtig Pflegekräfte sind. Und doch herrscht in der Pflege ein weiterer Ausnahmezustand. Es sind besonders die weiblichen Pflegekräfte, die in dieser Situation leiden. Der Bundesvorstandsvorsitzender der AWO, Wolfgang Stadler, dazu:

»Es sind die Frauen, die in der gegenwärtigen Krise mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Sie arbeiten etwa in der Pflege oder im Supermarkt. Selbstverständlich arbeiten dort auch Männer, doch: Der Frauenanteil in systemrelevanten Berufen liegt bei knapp 75 Prozent. Und diese Berufe werden schlecht bezahlt. Wir fordern daher: Unsere Anerkennung muss sich auch auf dem Konto widerspiegeln!«

Frauen leisten den größten Anteil im Bereich der Pflege, Erziehung und Betreuung, ob privat oder beruflich. Die Pflegebranche gehört aber, wie die anderen, zu den schlechter bezahlten Berufen. Hinzu kommt, dass die Lohn- und Rentenlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland höher ist, als in den meisten anderen Ländern Europas. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Frauen deutlich armutsgefährdeter sind, als Männer, was sicherlich nicht im Einklang unserer Werte steht.

Wie kann der Pflegejob besser honoriert werden?

Der AWO Bundesverband fordert Tarifverhandlungen, um die aktuelle besondere Leistung mit einem gerechten Verdienst zu honorieren. Anfallende Personalkosten müssen finanziert und Eigenanteile dürfen nicht erhöht werden, damit sie nicht zu Lasten der Pflegenden oder ihrer Angehörigen gehen.

Nach Stadler ist die finanzielle Anerkennung eine »gesamtgesellschaftliche Aufgabe.« Die AWO kämpft schon seit vielen Jahr für bessere Tarifbedingungen in der Pflege. Da die gesetzliche Grundlage bereits geschaffen ist, ist es an der Zeit zu handeln!

Wir fordern: Mut zur Veränderung!

Quelle: Pressemitteilung des AWO Bundesverband e.V.

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