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AWO Stellungnahme zum Armuts- und Reichtumsbericht 2021

Autor
Laura Lange

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AWO Stellungnahme zum Armuts- und Reichtumsbericht 2021

Am 14.April 2021 wurde der Entwurf des 6. Armuts- und Reichtumsbericht veröffentlicht. Dazu gab die AWO eine klare Stellungsnahme ab.

Einmal arm. Immer arm.

Dem Armuts- und Reichtumsbericht ist zu entnehme, dass die Armutsrisikoquoten nicht nur auf einem neuen Höchststand sind, sondern es gelte auch immer häufiger: Einmal arm, immer arm.

Die soziale Ungleichheit in Deutschland wird durch die fortbestehende Corona-Pandemie noch weiter verschärft. Der Verband fordert daher eine grundsätzliche Reform der Armutspolitik.

Jens M. Schubert, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes:

"Diese Entwicklungen sind besorgniserregend. Wir sehen eine klare Abkopplung zwischen der gesellschaftlichen Entwicklung und den Lebensumständen der am stärksten von Armut betroffenen Menschen. Ein Jahrzehnt Wirtschaftswachstum und Rekordbeschäftigung haben also nicht nur nicht zu einer Reduktion der Armut und der Einkommensungleichheit geführt, sondern die Situation hat sich sogar verschärft. Das ist ein sehr trauriger Befund für Deutschland.“

AWO fordert starken Sozialstaat

Der gesellschaftliche Zusammenhalt droht weiter zu sinken, wenn die soziale Ungleichheit auf dem aktuell hohen Niveau verbleibt oder sich gar verschärft. Das muss unbedingt verhindert werden.

Jens M. Schubert fordert daher, dass der Sozialstaat die berechtigten Sorgen mit Blick auf die Transformationsprozesse und Umbrüche der Gegenwart und Zukunft aufgreifen solle und sich durch überzeugende Antworten Zuversichtlich geben müsse.

Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich in ihrer sozialen und politischen Arbeit weiterhin dafür ein, die Lebenslagen der Menschen zu verbessern und den Sozialstaat zu schützen.

Quelle: Pressemitteilung des AWO Bundesverbandes e.V. vom 14.04.2021

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